Hall macht Stationentheater: Leergut

Im engeren Sinn bedeutet Leergut eine zur Wiederverwendung bestimmte Gesamtheit leerer Behälter. Leergut ist gebraucht, meist auch verbraucht, wiederverwendet oder aussortiert. Immer ist es menschengemacht. Ein Artefakt also, das von früheren Verwendungen zeugt.

Abstrakter gedacht kann Leergut auch emotional sein: Gefühle die man am liebsten an der nächsten Kassa abgeben und in etwas Produktiveres umwandeln würde. Oder mentales Leergut: Erinnerungen, die auf die Seite geschoben werden und an unerwünschten Stellen plötzlich wieder auftauchen, wie Plastikmüll am Sandstrand. Oder aber physisches Leergut: Räume, die aus den unterschiedlichsten Gründen auf ihre Wiederverwendung warten und Geschichten von vergangenen Zeiten erzählen.

In seinen Einzelteilen betrachtet bleiben die Worte leer und gut:  Das dritte Haller Stationentheater bietet gute Unterhaltung und führt Sie durch die Leerräume der verlassenen Europahauptschule in der Haller Altstadt.

Spieltermine: Sa 11., So 12., Fr 17., Sa 18., So 19., Fr 24. Mai 2019 – 19:30 Uhr
Abendkassa und Treffpunkt: ab 19:00 Uhr Europahauptschule, Bachlechnerstraße 2, Hall
Kartenvorverkauf (ab Mitte April): Skribo Moser, Oberer Stadtplatz 3, Hall und www.kolpingbuehne.at
Dauer: ca. 2 Stunden
Preise: Erwachsene   €12,- | Ermäßigt *   €10,-

*Ermäßigung gegen Vorlage eines Ausweises für Personen mit Behinderung, SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge, Präsenzdiener und Zivildiener

Kartenreservierung:

Stücke:

Haller Gassenspiele – Musik
Die Haller Gassenspiele sind nicht nur für ihre Freiluftspiele in der Haller Altstadt bekannt, sondern auch für ihre musikalischen Kompositionen aus der Feder des Intendanten Alexander Sackl. Bei diesem Stationentheater sind die Musiker und Musikerinnen Teil der Inszenierung und sorgen für die musikalische Untermalung.

MusikantInnen:
Alexander Sackl
Christina Nessmann
Joshi Hampl
Michael Bachler

Kolpingbühne Hall –  Sibyl
Eine junge Frau in einer psychiatrischen Anstalt fühlt sich alleingelassen und verloren. Sie ringt mit sich selbst in dem Versuch, eins zu werden. Sie stellt sich dem Schrecken ihrer Vergangenheit und hofft, die Leere in sich zu überwinden.

Text: Werner Krotz, in einer Bearbeitung von Hannah Kanz
SchauspielerInnen: Evi Kirschner, Magdalena Langanger, Florian Margreiter, Martin Posch
Regie: Hannah Kanz
Regieassistenz und Inspizienz: Gregor Gostner
Ausstattung: Karoline Winder
Maske: Priska Zimmermann
Technik: Franz Kronberger, Samuel Pfohl

Projekttheater Hall – Der Ort der leeren Worte
Die SpielerInnen des Haller Projekttheaters befragen den Spielort und gehen auf Entdeckungsreise in die eigene Schulvergangenheit: Welchen Stellenwert hatte Schule für unser Leben, war sie ein Ort der leeren Worte?

Textvorlage: Hermann Freudenschuss, Kurt Benkovic, Peter Holzer
Textentwicklung: Das Team der Spielenden
Regie: Hermann Freudenschuss
SchauspielerInnen: Andrea Perle, Hans Peter Höllriegl, Kurt Benkovic, Peter Holzer
Technik: Arthur Bliem

Theater Szenario – Küchenballaden
Drei Frauen – eine Sehnsucht – drei Wege. Und wie füllst du die Leere in dir?

Stückentwicklung, Texte, Regie und Spiel: Szenario-Teamwork (Brigitte Neumaier, Simone Ralser, Anja Sturzeis, Blanca Unterberger)
Licht: Claudia Viertl

Theaterhaufen – Früher war doch alles besser…
Die zwei Schwestern Erna und Herta, zwei ehemalige Lehrerinnen in Pension, schleichen sich wie jedes Wochenende aus ihrem Altersheim, um im Geheimen aus ihrer ehemaligen Schule heraus das Geschehen in der Stadt zu verfolgen und zu kommentieren. Dabei resümieren sie auch über ihr eigenes Leben, die Vergangenheit und darüber, dass früher alles ja so viel besser war. Oder?

Text: Andy Aigner und Traudl Lener
SchauspielerInnen: Doris Lutz, Traudl Lener, Helmut Lamprecht
Regie: Andy Aigner